2023年中德項目德國交換生(慕尼黑大學)Marc Ackermann
bevictor伟德官网成立于1952年,包含多種不同的法律學科,在中國大學尤其是法學類院校中享有盛譽。學校在北京有昌平和海澱兩個校區,兩校區之間有班車來往。我有機會于2023年8月底至12月底在這裡度過一個學期的留學生活。
一、留學前的準備工作
疫情期間,交換項目暫停,導緻我們一開始收到的信息相對較少,直到2023年5月,該項目才被确定能夠繼續開展。在此基礎上,我們建立了一個留學生微信群,以便咨詢項目相關的重要問題,包括申請大學宿舍等。出國前最重要的事情是辦理簽證、預訂機票和接種必要的疫苗。此外,我們還需要在德國辦理一張海外授權的銀行卡,并安裝支付寶、微信等應用程序。如有必要,我們也可以在國内購買日常物品。國際辦公室會幫助大家解決組織方面的問題。到達學校後,會有學校的德語同學幫助我們完成報到流程(注冊、購買床墊、開通SIM卡等),留學期間,他們也會随時為我們提供建議和幫助。總之,即使你覺得沒有做好萬全的準備,也不必擔心,因為到這邊之後,你會發現自己可以獨立面對、解決很多問題,當然也可以主動尋求身邊同學的幫助,大家都非常樂于助人。我之前從未到過亞洲,來之前也不會說中文。盡管如此,最後一切還是非常順利,我在中國度過了一段非常輕松愉快的時光。

二、生活
在bevictor伟德官网的兩個校區裡,面積較大的昌平校區主要居住着本科生,而規模較小的海澱校區則主要供碩士和博士研究生使用。參加交換生項目的學生,日常也居住在海澱校區。留學生們兩人一組,居住在校内一棟獨立的宿舍樓裡。淋浴室、廁所和洗衣房設置在宿舍的走廊裡,供大家共同使用。房間和衛生設施比較簡單,但是足夠日常所需。北京的冬天非常冷,人在宿舍樓裡也會感到冷,因此,強烈建議大家穿保暖衣服。校園裡有一個非常現代化的圖書館,供大家舒适地學習。校内也有健身房、超市和食堂。食堂的食物物美價廉。學校附近也有許多好吃不貴的餐館、理發店和日用品商店,生活比較便利。也有來自世界各地的其他留學生,在法大(CUPL)修讀碩士或者博士學位。五道口和三裡屯有很多俱樂部,從學校坐公交、地鐵或滴滴打車過去都很方便。在這些俱樂部裡,我們還可以結識來自北京其他大學的留學生。大家偶爾會組織一起參觀北京的景點。我特别推薦到北京周圍的山區進行一日徒步旅行。我還去過張家界、深圳、重慶、成都、西安、上海、青島、呼和浩特、長沙和泰國。我們可以通過“trip.com”預訂航班、火車和酒店,所以在中國旅行其實很方便。同時,從中國去周邊國家旅行也很便宜,不過,一定要注意遵守不同地區的簽證規定。我的中國同學們都非常親和、有趣并且活潑開放。在最初的幾周裡,我受到學院足球隊的邀請,經常參加足球訓練、比賽以及在餐廳舉行的熱鬧的球隊晚會。借此機會,我還結識了很多中國朋友。中德法學院(CDIR)的謝教授和他的同事們也非常友好,經常邀請我們參加講座或與來自德國的客人共進晚餐。此外,我認為“SuperChinese”是最好用的中文學習軟件。至少在到達中國之後,這個軟件是留學生必備的,因為中國人在日常交流中很少使用英語。整合了trip.com的支付寶、滴滴和微信是我日常生活不可或缺的好夥伴,有時我也會用美團來訂外賣。除此之外的其他應用軟件對我來說沒有下載的必要。總的來說,在中國生活和旅行的成本都比歐洲低得多,因此,有德國的獎學金和預算,我們在留學期間不會有太多資金方面的壓力。



三、學習
在學期最開始的兩周,學生可以選課,包括法律和中文課程。留學生也可以在海澱和昌平兩個校區選課,不過,兩校區之間的班車有時需要一個多小時,而且經常人比較多。因此我隻選開設在海澱校區的課程。我選擇了《民法》《憲法》《經濟法選題》和《文化與法律》。這些課程用英語授課。我們通常和中國學生分開,與其他留學生(5-20人)一起上課。授課質量和英語水平因教授而異。但整體上,教授們都非常負責,樂于幫助同學們。我曾參加過許多深入而有趣的課堂讨論。課上,許多國際觀點讓我受益匪淺。考試大多是論文或者選擇題的形式,比較簡單。課程安排也能夠讓我們有充分的時間探索中國和周邊國家。
四、結語
在中國的這段留學經曆對我來說是非常美好的。在收獲個人成長的同時,我也充分利用這段時間,結識了許多新朋友和好朋友,看到了許多中國的景色,我的漢語口語也從0級提升到了B1級。即使重來一次,我也一定會參加這次項目,并毫無保留地向大家推薦。



如果您有任何問題,可以通過ackermannmarc2@t-online.de或Instagram:mxrc.93與我聯系。
下文為德文原文:
Marc Ackermann, Ludwig-Maximilians-Universität München, 2023
Erfahrungsbericht CUPL
Die China University of Political Science and Law wurde 1952 aus einer Vereinigung der rechtswissenschaftlichen Fakultäten verschiedener Universitäten gegründet und genießt seitdem in der Universitätslandschaft China insbesondere für Jura einen herausragenden Ruf. Die Uni verfügt in Peking über zwei Standorte, zwischen denen eine Shuttlebus-Verbindung besteht. Ich hatte die Möglichkeit im Wintersemester 2023/2024 von Ende August bis Ende Dezember ein Auslandssemester dort zu verbringen.
Vorbereitung
Da das Programm während der Pandemie nicht durchgeführt werden konnte, bekam man am Anfang relativ wenige Infos und erst ab Mai war klar, dass es mit dem Auslandssemester klappen wird. Daraufhin wurde eine WeChat-Gruppe für die internationalen Studierenden gegründet, in der man alle wichtigen Fragen stellen konnte und auch ein Zimmer im Wohnheim auf dem Campus wurde uns zugesichert. Vorab ist vor allem wichtig ein Visum zu erhalten, Flugtickets zu buchen und die nötigen Impfungen durchzuführen. Außerdem sollte man sich noch in Deutschland eine Karte mit Auslandsautorisierung organisieren, sowie Alipay, WeChat und andere Apps. Alles andere kann man notfalls auch noch vor Ort besorgen und das International Office hilft bei allen aufkommenden organisatorischen Fragen. Nach Ankunft auf dem Campus wird man direkt von einem Language Partner durch den Ankunftsprozess (Registrierung, Matratzen kaufen, SIM-Karte etc.) geführt, der auch während des Semester bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht. Insgesamt sollte man sich nicht davon abschrecken lassen, wenn man sich nicht auf alles vorbereitet fühlt, da man viel vor Ort mit Spontanität, Interesse und der allgemeinen Hilfsbereitschaft wett machen kann. Ich war vorher noch nie in Asien und konnte bis zu meiner Ankunft auch noch kein Chinesisch. Nichtsdestotrotz hat am Ende alles super funktioniert und ich hatte eine super unkomplizierte Zeit in China.
Leben
Auf dem größeren Campus in Changping befinden sich hauptsächlich Undergraduates. Die Austauschstudierenden des CUPL-Programms werden in einem dorm building auf dem zentraler gelegenen Haidian-Campus untergebracht, auf dem sich auch der Alltag abspielt. Dieser ist mit etwa 3000 Studierenden der kleinere Campus und hauptsächlich Master-students und Postgraduates vorbehalten. Die internationalen Studierenden leben jeweils zu zweit in einem separaten dorm building direkt auf dem Campus. Duschraum, Toiletten und Waschküche befinden sich auf dem Flur und werden von allen geteilt. Sowohl das Zimmer als auch die Sanitätsanlagen sind komforttechnisch eher spartanisch, aber auf begrenzte Zeit absolut ausreichend. Beijing wird im Winter sehr kalt und man friert im dorm building. Warme Kleidung ist daher unbedingt zu empfehlen. Der Campus verfügt über eine sehr moderne Bibliothek, in der man angenehm lernen kann. Auf dem Campus befindet sich zudem ein Fitnessstudio, ein Supermarkt und eine Cafeteria. Das Essen in der Cafeteria ist etwas eintönig, dafür aber lecker und sehr preiswert. Zudem gibt es viele gute und nicht allzu teure Restaurants, Friseure sowie Shops für alle Dinge des täglichen Lebens in unmittelbarer Nähe zum Campus. Die anderen internationalen Studierenden kommen von überall her und machen zum Teil ihren Master oder PhD an der CUPL. Vom Campus mit Bus, Bahn und Didi erreichbar gut erreichbar befinden sich in Wudaokou und Sanlitun viele Clubs, in der man auch die internationalen Studierenden der anderen Pekinger Universitäten treffen kann. Gelegentlich werden auch Exkursionen zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten Pekings organisiert und es findet sich immer jemand, der einen Ausflug oder eine Reise machen möchte. Peking ist eine riesige Stadt mit nahezu unendlich beeindruckenden Attraktionen und definitiv das politische und kulturelle Zentrum Chinas. In Peking kann ich insbesondere die umliegenden Berge für Tageswanderungen empfehlen. Außerdem habe ich Zhangjiajie, Shenzhen, Chongqing, Chengdu, Xi‘An, Shanghai, Qingdao, Hohhot, Changsha und Thailand bereist. Reisen in China ist mit trip.com, über das Flüge, Züge und Hotels gebucht werden können, sehr einfach und auch Reisen in umliegende Länder lassen sich von China hierüber preiswerter durchführen. Dabei ist es allerdings wichtig, die sich ständig ändernden Visa-Bestimmungen beachten. Auch die chinesischen Mitstudierenden sind sehr interessiert, super nett und aufgeschlossen. So wurde ich in den ersten Wochen von der fakultätseigenen Fußballmannschaft eingeladen und nahm regelmäßig an Trainings, Spielen und ausgelassenen Mannschaftsabenden in Restaurants teil. Dort habe ich auch viele Freundschaften mit chinesischen Studierenden geschlossen. Auch Prof. Xie vom CDIR und seine Kollegen sind sehr nett und luden uns regelmäßig zu Vorträgen oder zum gemeinsamen Abendessen mit Gästen aus Deutschland ein. Ansonsten ist SuperChinese die beste App um Chinesisch zu lernen. Dies ist spätestens nach Ankunft auch fast unverzichtbar, da das allgemeine Englischniveau deutlich niedriger ist, als man es aus Europa kennt. Alipay mit integriertem trip.com und Didi und WeChat waren für mich unverzichtbare Begleiter. Zudem ist meituan hilfreich, um sich Essen zu bestellen. Andere Apps habe ich nicht benötigt. Insgesamt ist das Leben und Reisen deutlich preiswerter als in Europa, sodass man mit dem Stipendium und dem Budget aus Deutschland mehr als ausreichend Geld zur Verfügung hat.
Studium
In den ersten beiden Wochen kann man aus einer umfangreichen Liste an Kursen auswählen, die sowohl Jura als auch Chinesischkurse umfasst. Ich habe Civil Law, Constitutional Law, Selected Issues of Economic Law und Culture and Law gewählt und war damit optimal ausgelastet. Die Kurse werden auf Englisch abgehalten und finden mit den anderen internationalen Studenten (5-20 Teilnehmer) von den chinesischen Studierenden getrennt statt. Kurse gibt es sowohl in Haidian als auch in Changping. Allerdings benötigt der Shuttle Bus zwischen den beiden Standorten manchmal mehr als eine Stunde und ist häufig überfüllt. Ich habe daher darauf geachtet nur Kurse in Haidian zu belegen. Die Qualität der Vorlesungen und das Englischniveau variiert und hängt vom Professor ab. Insgesamt sind die Professoren aber sehr engagiert und hilfsbereit und ich habe viele aufschlussreiche und interessante Diskussionen erlebt. Der Unterricht profitiert sehr von den vielen internationalen Perspektiven. Die Examen sind meistens Essays oder im multiple Choice-Format und gut machbar. Der Kursplan ist so gestaltet, dass man nebenher viel Zeit hat, um China und umliegende Länder zu erkunden.
Fazit
China war für mich eine geniale Zeit, in der ich mich sehr weiterentwickelt habe und die ich sehr genossen habe. Ich habe viele neue und gute Freundschaften geschlossen, viel von China gesehen und mein gesprochenes Chinesisch von 0 auf B1 Niveau verbessern können. Folglich würde ich es auf jeden Fall wieder machen und kann es uneingeschränkt empfehlen.
Bei Fragen bin ich gerne unter ackermannmarc2@t-online.de oder Instagram: mxrc.93 erreichbar.